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Prophet Jakob Lorber

Wissenschaftl. Echtheitsbeweise der Offenbarungen

Aktuelle Prophezeiungen Lorbers über

Kurt Eggenstein

Der Mensch ist eine Dreieinheit von Leib, Seele und Geist


Inhaltsübersicht:


Besteht jeder Mensch aus Körper, Seele und Geist?

"Du bist ein geschaffener Mensch, als solcher bestehst du aus einem Leibe und aus einer lebendigen Seele, in welcher der Geist der Liebe wohnt." (jl.hag2.250,10)

Wie selbständig sind Körper, Seele und Geist, wie unterscheidet sich der Körper von der Seele?

"Der Mensch ist ganz nach dem Ebenmaße Gottes erschaffen, und wer sich selbst vollkommen kennen will, der muß wissen und in sich erkennen, daß er als ein und derselbe Mensch eigentlich auch aus drei Persönlichkeiten besteht! Du hast einmal einen Leib, versehen mit allen notwendigen Sinnen und anderen für ein freies und selbständiges Leben nötigen Gliedern und Bestandteilen vom größten bis zum kaum denkbar kleinsten. Dieser Leib hat zum Bedarf der Ausbildung der geistigen Seele in ihm ein ganz eigenes Naturleben, das sich von dem geistigen Seelenleben in allem streng unterscheidet. Der Leib lebt von der materiellen Nahrung, aus der das Blut und die anderen Nährsafte für die verschiedenen Bestandteile desselben gebildet werden." (jl.ev08.024,06)

Wie selbständig vom Körper ist die Seele? Wie wirken Körper und Seele zusammen?

"Betrachten wir die Seele für sich, so werden wir finden, daß auch sie für sich ein ganz vollkommener Mensch ist, der substantiell-geistig (s. Seite 129) auch in sich und für sich die ganz gleichen Bestandteile enthält wie der Leib und in höherer geistiger Entsprechung sich derselben auch also bedient wie der Leib seiner materiellen.

Obschon aber einesteils der Leib und andernteils die Seele für sich zwei ganz verschiedene Menschen oder Personen darstellen, von denen eine jede für sich eine ihr ganz eigentümliche Tätigkeit inne hat, von der sie sich am Ende nicht einmal Rechenschaft über das Wie und Warum geben kann, so machen sie aber im Grunde des eigentlichen Lebenszweckes dennoch nur einen Menschen aus, so daß da niemand weder von sich noch von jemand anderem sagen und behaupten kann, daß er nicht ein Einmensch, sondern ein Zweimensch sei. Denn es muß der Leib der Seele dienen und diese mit ihrem Verstande und Willen dem Leibe, weshalb diese auch für die Handlungen, zu denen sie den Leib benützt hatte, ebenso verantwortlich ist wie für ihre höchst eigenen, die in allerlei Gedanken, Wünschen, Begehrungen und Begierden bestehen.

Wenn wir aber das Leben und Sein der Seele für sich noch näher betrachten, so werden wir auch bald und leicht finden, daß sie, als auch noch ein substantielles Leibmenschwesen für sich, um nichts höher stünde als allenfalls die Seele eines Affen. Sie würde wohl eine instinktmäßige Vernunft in einem etwas höheren Grade innehaben als ein Tier, aber von einem Verstand und einer höheren Beurteilung der Dinge und ihrer Verhältnisse könnte da nie eine Rede sein.

Wie selbständig ist der Geist?

Dieses höhere und eigentlich höchste und Gott völlig ähnliche Vermögen in der Seele bewirkt ein rein essentiell-geistiger dritter Mensch, eben in der Seele wohnend." (jl.ev08.024,09-12)

Aus welchem Wesensteil stammt das eigentliche Leben? Wie wirkt der göttl. Geistfunke auf Seele und Körper ein?

"Die Seele ist nur ein Gefäß des Lebens aus Gott, aber noch lange nicht das Leben selbst." (jl.ev03.042,05)

"Nur ein Fünklein im Zentrum der Seele ist das, was man Geist Gottes und das eigentliche Leben nennt. Dieses Fünklein muß genährt werden mit geistiger Kost, die da ist das reine Wort Gottes. Durch diese Kost wird das Fünklein größer und mächtiger in der Seele, zieht endlich selbst die Menschengestalt der Seele an, durchdringt die Seele endlich ganz und gar und umwandelt am Ende die ganze Seele in sein Wesen. Dann freilich wird die Seele selbst auch ganz Leben, das sich als solches in aller Tiefe der Tiefen erkennt." (jl.ev03.042,06)

Wie verhalten sich Seele und Geist zueinander? Wie wirken sie aufeinander ein?

"Ich sage dir: dieser Geist ist es, der alles im Menschen schafft und ordnet; die Seele aber ist gleichsam nur ein substantieller Leib (des Geistes), gleichwie ein Fleischleib ein Behälter der Seele ist." (jl.ev05.211,04)

Wozu bekommt jeder irdische Mensch einen Anteil des göttl. Geistes (Geistfunken)?

"Jeder Mensch, der auf Erden geboren wird, bekommt einen Geist(anteil d. Hg.) aus Mir (= göttl. Geistfunke, d. Hg.) und kann nach der vorgeschriebenen Ordnung die vollkommene Kindschaft Gottes erhalten." jl.erde.053,12) "Das Geistige ist ganz besonders gottähnlich im Menschen vorhanden, darum es denn auch vernünftig und verständig werden kann, eine Sprache hat und Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später reiner und reiner erkennen, lieben und seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig unterordnen kann." (jl.ev06.032,06)

Was ermöglicht einem Menschen, ein Gott im kleinen Maßstab zu werden?

"Hat die Seele den rechten Grad der Reife und Ausbildung erreicht, so tritt dann (im Jenseits, d. Vf.) der Geist völlig in die ganze Seele über, und der ganze Mensch ist dadurch vollendet ein neues Geschöpf, zwar im Grunde des Grundes immer aus Gott, weil der Geist(funke, d. Hg.) im Menschen eigentlich nichts als ein Gott im kleinsten Maßstab ist, weil völlig aus dem Herzen Gottes." (jl.ev01.214,10)

"Der Geist Gottes im Menschen ist wohl schon von Anfang her ein Ebenmaß Gottes, aber zur vollen tätig-lebendigen Ähnlichkeit Gottes muß er sich erst erheben auf dem Weg, den Ich euch gezeigt habe." (jl.ev03.048,07)

"Niemand kann wissen, was im Menschen alles verborgen ist, als nur der Geist, der im Innersten des Menschen ist und wohnt und so weiß kein Weltweiser, was Gott selbst und was in ihm ist, als nur der Geist Gottes, der alle Tiefen der Gottheit durchdringt." (jl.ev09.058,06)

Wann erhält ein Mensch den göttl. Geistfunken?

Der göttliche Geistesfunken wird dem Kind im Mutterleib eingelegt, "was bei einigen Kindern früher, bei anderen später geschieht." (jl.erde.051,07).

Ist die Dreiheit von Körper, Seele und Geist allgemein akzeptiert?

Paulus spricht eindeutig im Brief an die Thessalonicher 5,23 vom Geist, der Seele und dem Leib des Menschen. Fast alle Theologen des Mittelalters unterschieden zwischen Geist und Seele. Für die mittelalterlichen Mystiker wie Eckehart, Johannes vom Kreuz, Theresia von Avila usw. war der Unterschied zwischen Geist (spiritus) und Seele (anima) eine Selbstverständlichkeit.

Insbesondere Eckehart weist unermüdlich auf das Seelenfünklein im Menschen hin.

Von Leib und Seele zu sprechen, wurde in der katholischen Kirche erst üblich, als Papst Pius IX im Jahre 1857 sich in einem Schreiben an den Kardinal von Breslau gegen die Unterscheidung nach Seele und Geist aussprach. Diese Aussage hat jedoch keinen lehramtlichen Charakter.11

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