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Prophet Jakob Lorber

Wissenschaftl. Echtheitsbeweise der Offenbarungen

Aktuelle Prophezeiungen Lorbers über

Endzeitprophezeiungen bis 2025 (Lorber, Dudde | SeherInnen)

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    • Zur Person des Jakob Lorber


      Über die Person Jakob Lorbers ist nicht viel zu berichten. Propheten und Beauftragte Gottes sind stets schlichte Menschen. "Um jeden Anspruch auf eigenes Verdienst von vornherein auszuschalten", sagt der Mystiker Jakob Böhme, "bedient sich Gott manchmal der unbedeutendsten Menschen, um seine Geheimnisse zu offenbaren, damit es um so klarer werde, daß sie aus seiner Hand allein kommen." "Ich hätte es nicht gekonnt", fährt Böhme fort, "wenn ich nicht einfach das hingeschrieben hatte, was der Geist mir eingab." 5
      Das, was Böhme von sich sagt, trifft auch in vollem Umfang auf Jakob Lorber zu. Wie aus der knappen Lorber-Biographie des Ritters von Leitner zu entnehmen ist, war Lorber ein einfacher, unkomplizierter und harmloser Mensch. Er stammte aus einem bäuerlichen Geschlecht, das in dem kleinen Ort Kanischa im Weinbaugebiet der Drau, nahe der untersteirischen Kreisstadt Marburg, dem heutigen Maribor in Slowenien, lebte. Dort wurde er am 22. Juli 1800 geboren. Nach dem Besuch einer Lehrerbildungsanstalt wurde er zunächst Lehrer in Dörfern. Er unterbrach aber dann diese Tätigkeit, um fünf Klassen des Marburger Gymnasiums zu absolvieren und anschließend an einem Kurs für Lehrer an Hauptschulen teilzunehmen. Obwohl er ein gutes Abschlußzeugnis erhielt, konnte er eine Stellung an einer Hauptschule nicht gleich erhalten. Wahrscheinlich hat dieser Umstand ihn bewogen, seinen Beruf zu ändern und seine musikalische Begabung zum Tragen zu bringen. Nach seiner Ausbildung trat er als Solist in Konzerten auf und verfaßte auch für Provinzzeitungen musikalische Berichte über Opern- und Konzertaufführungen. Seine Bekanntschaft mit dem weltberühmten Violinvirtuosen Paganini, bei dem er zur Perfektionierung seines Könnens auch Unterricht nahm, hatte sein Ansehen offenbar gehoben, so daß er an der berühmten Mailänder Scala ein Violinkonzert geben konnte. Auch mit dem Direktor des Steiermärkischen Musikvereins, dem Komponisten Anselm Hüttenbrenner, war er bis an sein Lebensende in enger Freundschaft verbunden; ebenso mit dessen Bruder, dem Bürgermeister von Graz, Andreas Hüttenbrenner. Anselm Hüttenbrenner war seinerseits mit Franz Schubert befreundet. Sein Ansehen und seine Verbindungen dürften dazu geführt haben, daß Lorber vom Theater in Triest im Jahre 1840 eine Stellung als Kapellmeister angeboten wurde. Wie schon berichtet, verzichtete er auf das Angebot, weil ihm sein am 15. März 1840 durch die Stimme erteilter Auftrag mit einer derartigen Bindung nicht vereinbar erschien. So entschied er sich für ein Leben in Unabhängigkeit und Zurückgezogenheit, das wenig materiellen Erfolg in Aussicht stellte. Fortan beschränkte er sich auf den Musikunterricht für die Grazer Kinder. Die einzige Zerstreuung fand Lorber im Kreise seiner Freunde beim abendlichen Dämmerschoppen. Ritter von Leitner berichtet, daß er trotz seiner Armut freigebig war, soweit er dies nur vermochte. In den letzten Jahren seines Lebens nahm sein körperlicher Verfall immer mehr zu, und seine finanzielle Lage verschlechterte sich bedenklich, so daß seine Freunde ihn vor dem Darben bewahren mußten. In 24 Jahren hatte er mehr als 10000 Druckseiten niedergeschrieben, ohne Einkünfte hieraus zu erwarten und zu bekommen.
      Durch das Innere Wort wurde Lorber gesagt, daß später eine Zeit kommen würde, wo alles, was er aufgezeichnet habe, gedruckt und zur gegebenen Zeit auch der Menschheit bekannt würde. Zu seinen Lebzeiten wurden nur wenige Seiten seiner Schriften gedruckt und ohne Nennung seines Namens veröffentlicht.
      Obwohl er vieles, was ihm gesagt wurde, nicht verstehen konnte und ihm damals z. B. auch niemand die Kundgaben über Atome, Elementarteilchen usw. hatte erklären können, hatte er volles Vertrauen, daß alles seinen Sinn haben und von den Nachgeborenen wohl verstanden und mit Staunen zur Kenntnis genommen werde.
      Während Jakob Lorber in wenig mehr als zwei Jahrzehnten ein monumentales Werk niederschrieb, das tiefe Einsichten in die Schöpfung und den Heilsplan Gottes gewährt und darüber hinaus in höchst aufschlußreicher Weise das Evangelium erweitert, blieb er selbst vollständig im Hintergrund. So bewahrheitet sich auch in diesem Fall das Wort des Joachim von Fiore, daß alles Große in der Einsamkeit entstehe. Nur einmal schien etwas von seiner Schreibtätigkeit in die Außenwelt gedrungen zu sein, denn es kam ihm eine Warnung zu, daß eine polizeiliche Hausdurchsuchung bevorstehe. Daraufhin wurden die Manuskripte von seinen Freunden zur Sicherheit aus seinem Zimmer entfernt. Es fand aber die erwartete Durchsuchung nicht statt, und es kümmerte sich bis zu seinem Tod niemand um ihn. Jahrzehntelang - auch noch nach seinem Tod - wurden die beschriebenen Bogen bis zur Drucklegung an einem geheimen Ort aufbewahrt. In Österreich erwies sich damals eine Verlegung der Lorberschriften als unmöglich. Sie wurden später in Deutschland verlegt. Erst im Jahre 1877 waren alle Bücher - mit zwei Ausnahmen - gedruckt.
      Seinen Freunden teilte Lorber schon bald nach den ersten Diktaten mit, daß er eine Stimme vernehme und eine Offenbarung aus der Welt des Übernatürlichen niederzuschreiben habe. Als das die Freunde vernahmen, wurden sie bedenklich gestimmt und glaubten an eine sich bemerkbar machende geistige Störung. Trotz genauer Beobachtung vermochten sie aber an Lorber keine irgendwie besorgniserregenden Veränderungen wahrzunehmen. Ritter von Leitner übernahm es, Lorber fast täglich zu besuchen; dabei sah er ihm jeweils mehrere Stunden bei seiner Schreibtätigkeit zu. Auch die anderen Freunde beobachteten ihn mit Argwohn und ließen sich zuweilen das von ihm Vernommene diktieren. Es war ihnen alles um so rätselhafter, als sie wußten, daß das, was sie da lesen konnten, unmöglich aus dem Wissen Lorbers stammen konnte. Die Frau eines der Freunde glaubte für die Aufklärung des Falles sorgen zu können. Für sie war es eine ausgemachte Sache, daß Lorber das nach ihrer Ansicht angeblich Gehörte aus Büchern entnommen und auswendig gelernt hatte. Aus ihrer etwas abschätzigen Meinung, daß die Freunde eigentlich schon längst auf diese einzig in Betracht kommende Lösung des Phänomens hätten kommen müssen, machte sie keinen Hehl. Beim nächsten Besuch der Freunde war auch sie dann im Zimmer Lorbers anwesend. Kaum hatte Lorber einmal das Zimmer verlassen, stürzte sie sich auf den Kleider- und Wäscheschrank, um die wissenschaftlichen Bücher zu finden. Zu ihrer Verwunderung fand sie nur ein Buch - die Bibel.

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