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Prophet Jakob Lorber

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  • Vorsorge-Tipps

    • Die Auferstehung des Fleisches in der Vorstellung der katholischen Kirche und nach den Kundgaben der Neuoffenbarung


      Inhaltsübersicht:


      Welche Bibelstellen werden zur Stütze der Lehre der 'Auferstehung des Fleisches' herangezogen?

      Die schwer deutbaren Stellen im Alten Testament (Buch Daniel 12) wurden in katholischen theologischen Wörterbüchern als "erstes sicheres Zeichen" für den Glauben der Juden an die Auferstehung des Fleisches gewertet.29 Die verschlüsselten Kundgaben im Buch Daniel lauten u. a.: "Und viele (nicht alle?) derer, die im Staub der Erde schlafen, wachen auf, die einen für ein ewiges Leben, die anderen, um bedeckt zu sein mit ewiger Schmach und Schande." "Da fragt jener bei dem Mann in Linnenkleidern, welcher überm Stromgewässer war: Wann ist das Ende dieser wunderbaren Dinge?" Er sprach: 'Geh, Daniel! Es muß der Worte Sinn verschlossen bleiben und geheim bis zu der Zeit des Endes'." (dan.12,02 .06 u. 09)
      Man muß feststellen: Das ist keine brauchbare Grundlage für die Bildung von Lehren. Markus 12,26-27 gibt keine Auskunft darüber, welcher Art die Auferstehung sein werde, von der Jesus sprach. Paulus wirft deshalb die Frage auf: Wie werden die Toten auferweckt? Mit was für einem Leib werden sie kommen? (1 kor.15,35)"Gesät wird ein Sinnenleib, auferweckt ein vergeistigter Leib." (1 kor.15,44) "Das aber sage ich euch, meine Brüder: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erhalten, und das Verwesliche wird nicht die Unverweslichkeit erlangen." (1 kor.15,50)
      Paulus war der irrigen Auffassung, zu seiner Zeit werde das Ende der Welt eintreten, weshalb er schrieb: "... und ward es uns zur Warnung, die wir das Ende der Zeiten erleben." (1 kor.10,11)"Die Zeit ist kurz bemessen." (1 kor.07,29)"Seht, ich sage euch ein Geheimnis. Wir werden zwar nicht alle entschlafen, doch werden wir alle verwandelt werden, und dies plötzlich, in einem Augenblick, beim Schall der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune ertönen; die Toten werden alsdann unverweslich auferweckt, und wir werden verwandelt werden." (1 kor.15,51-52) Paulus hat sich, wie wir wissen, geirrt. Der Weltuntergang fand nicht statt. Doch muß festgehalten werden, daß Paulus von einem "vergeistigten" Leib sprach.

      Was lehrte die kath. Kirche seit Augustinus über die 'Auferstehung des Fleisches'?

      Im 5. Jahrhundert hat dann Augustinus, der so oft abwegige und nicht zu fassende ungereimte Lehren entwickelte, aber dennoch Jahrhunderte hindurch der unumschränkte Beherrscher der abendländischen Geistigkeit war, eine seltsame Vorstellung von der Auferstehung des Fleisches und den Leibern im Jenseits entwickelt.
      "Wir dürfen keineswegs glauben, es seien bloße Geister, vielmehr sind es Leiber mit stofflichem Fleisch." (Civ. Dei XIII. 22-23) Damit setzte er sich in direkten Gegensatz zu der Aussage des Apostels Paulus. Es kamen ihm offenbar dann aber doch Bedenken, ob der schwerfällige materielle Leib in die Welt der Geister passe, aber deswegen gab er seine kuriose Vorstellung keineswegs auf, sondern versuchte die Schwierigkeit zu umgehen, indem er hinzufügte, daß der lebenspendende Geist im Jenseits "keine fleischliche Schwerfälligkeit zuläßt" (Civ. Dei XIII. 23).30
      Die grobe Vorstellung des Augustinus von der materiellen Auferstehung des Fleisches und dessen Eingang in die Welt der Geister hat sich durch das ganze Mittelalter hindurchgezogen. Die Kirchenversammlung von Toledo (675 n. Chr.) erklärte: "Dieser Leib, in dem wir leben, bestehen und uns bewegen, wird auferstehen" (Denz 287).
      Papst Leo IX (1053) spricht von einer wahren Auferstehung "desselben Fleisches, welches ich jetzt trage" (Denz.. 347), und das Laterankonzil (1215) von "denselben Leibern, die wir jetzt haben" (Denz. 429).31

      Wie lautet die katholische Lehre seit dem 2. vatikanischen Konzil?

      Seit dem 2. Vatikanum ist in katholischen theologischen Lexika genau das Gegenteil von dem zu lesen, was Kirchenväter, Päpste und Konzilien gelehrt haben. So heißt es in dem von Prof. Karl Rahner herausgegebenen 'Herders theologisches Taschenlexikon' 1972, S. 255 f: "Sooft das Neue Testament von der Auferstehung spricht, redet es von der 'Auferstehung der Toten', nie der des Fleisches..." "Was die biblische Auffassung angeht so dürfte nach dem Gesagten deutlich geworden sein, daß ihr eigentlicher Kern nicht in der Idee der Rückgabe der Körper bestehen kann, obgleich diese Bildvorstellung in der Bibel durchgehend gegeben ist." Fast gleichlautend äußert sich Joseph Ratzinger: "Damit ist nun auch klar, daß der eigentliche Kern des Auferstehungsglaubens gar nicht in der Rückgabe der Körper besteht, auf die wir ihn aber in unserem Denken reduziert haben."32 Damit kommen die katholischen Theologen jetzt den Aussagen der Neuoffenbarung ganz nahe.

      Was geschieht nach dem Tode mit der Materie des Leibes? Welche Art Leib besitzt dann die Seele?

      Wenden wir uns nach diesem Lehrwirrwarr, im Laufe der Jahrhunderte sich widersprechender Meinungen, nun den Verlautbarungen der Neuoffenbarung zu:
      "Ist die Seele reif geworden, dann verläßt sie für ewig diesen Leib, und dieser wird verzehrt. Da ist es dann ganz gleich, von wem oder durch was. Was an ihm noch Substantielles*) und der Seele Angehöriges ist, das wird der Seele auch wiedergegeben. Alles andere (die Substanz in physikalischem Sinn, d. Vf.) geht wieder als Nährstoff in tausend andere geschöpfliche Lebensformen über." (jl.ev06.053,11)
      [*)Betreffend den Begriff "Substanz", wie er in der NO gebraucht wird, wird auf die bereits gegebene Erläuterung hingewiesen (s. Fußnote S. 129)]
      "Der Mensch hat aber zu verschiedenen Zeiten auch einen verschiedenen Körper." (jl.ev06.054,05) (Hierzu ist anzumerken, daß die 60 Billionen Zellen des menschlichen Körpers alle im Verlauf von sieben Jahren vollständig erneuert werden.)
      "Es könnte sich mit der ewigen Ordnung Gottes nie vertragen, indem Gott selbst ein reiner Geist ist und am Ende die Menschen auch ausschließlich nur die Bestimmung haben, zu gottähnlichen reinen Geistern für ewig zu werden. Wozu sollen ihnen dann die (materiellen, d. Hg.) Leiber dienen?" "Ja, die Menschen werden auch dort mit Leibern angetan sein, aber nicht mit diesem irdischen, grobmateriellen, sondern mit ganz neuen, geistigen, die da hervorgehen aus ihren diesirdischen guten Werken nach Meiner euch gegebenen Lehre. Wenn sich diese Sachen also verhalten, wie kann da jemand meinen, daß unter der Auferstehung des Fleisches die einstige Wiederbelebung dieser irdischen Leiber verstanden werde? Die Auferstehung des Fleisches sind nur die der Seele allein das wahre, ewige Leben gebenden guten Werke, welche die Seele in diesem Fleischesleben den Nebenmenschen hat angedeihen lassen. Wer demnach Meine Lehre hört, an Mich glaubt und danach handelt, den werde Ich selbst auferwecken an seinem jüngsten Tag, der sogleich nach dem Austritt der Seele aus diesem Leib erfolgen wird." (jl.ev06.054,08-11)
      "Unter der Auferstehung des Fleisches verstehe du also die guten Werke der wahren Nächstenliebe! Diese werden das Fleisch der Seele sein, und sogleich mit ihr an ihrem geistweltlich jüngsten Tag nach dem wahren Posaunenruf dieser Meiner Lehre zum ewigen Leben als gediegener ätherischer Leib auferstehen. Ob du hundertmal auf der Erde einen Leib getragen hättest, so wirst du jenseits aber nur einen Leib, und zwar nur den bezeichneten haben." (jl.ev05.238,01)
      "Da das Fleisch des Menschen hauptsächlich nur darum einem aus dem Gericht gehobenen Geist (mit Luzifer gefallene Geister, d. Vf.) gegeben wird, daß er im selben eine neue Freiheitsprobe wie in einer ganz eigenen Welt durchmache, so siehst du nun ja ganz leicht ein, daß den schon vollendeten Geistern der Leib aus Fleisch (im Jenseits, d. Vf.) ganz unnötig wäre, indem das Fleisch nur ein Mittel, aber ewig kein Zweck ist und sein kann, da am Ende doch alles wieder rein geistig und nie mehr materiell zu werden hat." (jl.ev01.165,09)
      "Von dem Fleisch, das der Seele hier gedient hat, wird also nicht ein Stäubchen im Jenseits mit der Seele vereint zu einem ewigen Leben auferstehen?" fragt ein Jünger Jesus und erhält folgende Antwort: "Was den Umriß der äußeren Form der Seele, besonders aber ihre Bekleidung betrifft, da werden die Seelenätherteile ihres diesirdischen Leibes in geistiger Reinheit mit ihr wieder vereinigt werden, doch von dem groben Organleib auch nicht ein Atom." (jl.ev10.009,14-15)

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