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Kapitelinhalt 51. Kapitel: Saturnmonde ohne Achsendrehung. Naturmäßiges Leben nur auf der dem Planeten abgekehrten Seite. Die Monde als Nachschule des Saturn und Vorschule des Ringes und des reingeistigen Lebens.

   01] Was die Monde betrifft, so stehen diese in demselben Verhältnis zu ihrem Planeten wie der Mond dieser Erde zu ihr. Nur ist dort durch die Monde eine Gradation (Lebensstufung), wie sie natürlicherweise bei euch nicht sein kann, da die Erde nur einen Mond hat.
   02] Was die Bewegung der Monde betrifft, so kehren auch sie immer ein und dieselbe Hälfte ihrem Planeten zu.
   03] Aus diesem Grunde ist auch ihre Bewohnbarkeit eine doppelte, nämlich eine geistige und eine naturmäßige. Und somit ist auch jeder Mond (nur) auf der von dem Planeten beständig abgekehrten Seite von Menschen und Tieren bewohnt und hat Vegetation, Wasser, Luft und alles das, was zur Unterstützung des natürlichen Lebens notwendig ist.
   04] Die Menschen, die auf der dem Planeten abgekehrten Seite naturmäßig leben, sind auch natürlicherweise viel kleiner als jene auf dem Planeten und haben auf den kleineren Monden kaum eure Größe. - Auf den größeren, letzten oder äußersten drei Monden aber sind sie größer als ihr auf der Erde.
   05] Diese naturmäßigen Menschen der Monde stehen mit den eigentlichen Saturnmenschen in immerwährendem geistigem Verband, so daß die Geister derjenigen Saturnmenschen, welche sich während der natürlichen Lebensdauer nicht fähig gemacht haben, alsbald in einen der Ringe zu gelangen, vorerst einen oder den andern ihrer Beschaffenheit entsprechenden Mond, oder mehrere, durchzumachen haben, bevor sie erst in den untersten Ring aufgenommen werden können.
   06] Was tun denn diese Menschen in den Monden? - Und welche Saturngeister kommen in einen Mond? - In den Mond kommen eigensüchtige und heidnische Geister, welche den Ring ihr Saturnleben hindurch als eine Gottheit angebetet und verehrt haben. In einem jeden Mond, wo sie zuerst allezeit auf der naturmäßigen Seite auftreten und durch ihre Leiber als dort wohnende natürliche Menschen das Naturmäßige erschauen, haben sie aber keine Anschauung vom Ring, der ehedem ihr Abgott war.
   07] Wenn sie sich dadurch den Ring gleichsam abgewöhnt haben und selbst ihren Planeten losgeworden sind, dann erst ziehen sie auf die dem Planeten zugewandte Seite, von wo aus sie dann den Planeten mit dem Ring als nahezu einen konkreten Körper erschauen. - Dadurch erst wird ihnen nach und nach klar - wie sie auch von anderen, zu ihnen kommenden höheren Geistern belehrt werden - daß der Ring mitnichten irgendeine Gottheit oder ein Sitz derselben noch der Weg ist, den der Große Geist über den Himmeln wandelt, sondern mit eigenen Augen schauen sie es, daß er auch nur ein materiell-fester, um den eigentlichen Planeten gelegter Weltkörper ist, vom Großen Geiste zu dem Zweck erschaffen, daß die Geister der auf dem Planeten verstorbenen Menschen dort für ein höheres Leben, von dem sie noch keine Ahnung hatten, vorbereitet werden.
   08] Wenn diese Geister dann solches erfahren haben, sowohl durch Lehre als durch eigene Anschauung, so lassen sie gar bald ihren Irrglauben gänzlich fahren und erkundigen sich emsigst nach der Wohnung des Großen Geistes. - Es wird ihnen aber bedeutet, daß sie solches erst auf den Ringen erfahren werden, wenn sie sich vollkommen dem reingeistigen Zustand genähert haben und endlich auch vollkommen in denselben übergegangen sein werden. Darauf bekommen sie dann eine Sehnsucht nach dem Ring, aber noch mehr nach dem reingeistigen Zustand, und werden dann auch sogleich in den Ring befördert.
   09] Solches wüßtet ihr nun. Es möchte sich aber dennoch mit der Zeit die Frage aufwerfen: »Warum denn zu dem Zweck eben sieben Monde vorhanden sein müssen? Solche einfache Aufgabe könnte ja auch ein Mond erfüllen?«
   10] O ja, für Geister anderer Beschaffenheit würde wohl ein Mond genügen. Aber für die Saturngeister, welche im großen Schöpfungsmenschen (Über den 'Großen Schöpfungsmenschen', d.h. den zur materiellen Schöpfung gewandelten großen Urgeist Luzifer, siehe Ausführliches in dem Lorberwerk »Robert Blum« (jl.rbl2.301) und in der Gesamtdarstellung der Neuoffenbarung »Die Grundfragen des Lebens im Licht der Botschaft Jakob Lorbers« (Bd. 1, S. 46 f.) ihren Sitz unter einem Knie haben, genügt solches nicht. Denn die Füße (Beine) sind die äußere Grundlage des Lebens und an den Füßen selbst wieder die Gelenke. - Wird dem Leib ein Schaden etwa an seinem Arm, an seiner Haut, sei es auf welchem Teile des Leibes es wolle, zugefügt, so kann der Leib noch immer aufrecht stehen und seine Bewegungen machen und kann sich Hilfe suchen. Wenn er aber an einem oder dem andern Fuß, und zwar namentlich an einem oder dem andern Gelenk desselben, einen gewaltigen Schaden erleidet, so ist er gehemmt am ganzen Leib, fällt zusammen und kann sich nicht weiterbewegen und sich auch keine Hilfe suchen. Und so sind auch aus eben diesem Grunde die Füße bei jedem Menschen stärker gebaut als alle anderen Teile seines Leibes.
   11] Da also aber die Saturnbewohner einen allerwichtigsten Beinteil unter dem Knie des großen Schöpfungsmenschen ausmachen, von welchem großen Geistmenschen ihr schon bei mancher anderen Gelegenheit näheres vernommen habt, so muß aus eben diesem Grunde, bei den Geistern der Saturnmenschen, und zwar bei jedem einzelnen darauf gesehen werden, welcher der sieben (Grund-) Geister da (aus welchen jeder einzelne Geist besteht) am gefährlichsten daran ist. Und zu eben dem Zweck sind denn auch die sieben Monde da - damit in einem oder dem anderen Mond der eine oder andere der sieben (Grund-)Geister zur Ruhe und entsprechenden Ordnung mit den übrigen sechs (Grund-)Geistern gebracht wird. - Aus dieser Kundgebung werdet ihr nun auch gar wohl entnehmen können, warum diesem Planeten sieben Monde zugeteilt sind. (a Über die 'sieben Grundgeister' in Gott und im Menschen siehe 'Das große Evangelium Johannis', jl.ev07.018; 'Grundfragen des Lebens', Bd. 1, s. 21 und Bd. 3, S. 485)
   12] Somit wisset ihr alles, was die Monde betrifft. Ihre Entfernungen und Größen sind euch ohnehin schon gleich anfangs kundgegeben worden. Und so bleibt uns auch über die Monde nichts mehr zu sagen übrig.
   13] Und da wir somit den Planeten wie den Ring und nun auch die Monde kennengelernt haben, so sind wir mit der Mitteilung über diesen Planeten zu Ende.
   14] Nun möchte ein oder der andere Schwachsichtige vielleicht noch fragen, wozu denn eigentlich die ganze Mitteilung über diesen Planeten nützen solle? - Da sage Ich nichts anderes als nur das:
   15] Fürs erste soll sich ein jeder, der diese Mitteilung gelesen hat; ein recht tüchtiges Beispiel nehmen, wie ganz anders die Bewohner dieses Planeten Meinen Willen achten als die Menschen dieser Erde.
   16] Fürs zweite soll er auch aus dem Ganzen erschauen, wie Meine Liebe, Weisheit, Macht und väterliche Sorgfalt gar viel weiter hinausreicht, als es sich der hochmütige Menschenverstand je in seinen törichten Sinn kommen lassen kann.
   17] Und fürs dritte soll eben diese Betrachtung den Menschen dieser Erde zur vollsten Demut leiten, aus welcher er erschauen soll, wer er ist und wer Ich, sein Gott, Schöpfer und Vater, bin.
   18] Dabei soll er sich an die Brust schlagen und darüber nachdenken, welch größte Gnade und Erbarmung ihm dadurch zuteil geworden ist, daß Ich, der alleinige Herr und Schöpfer solcher Wunderwerke, es Mir habe gefallen lassen, die Erde, diesen kleinen, schmutzigen Planeten, zu erwählen zur Geburtsstätte Meiner unendlicken Liebe, Erbarmung und Gnade und somit aller Fülle Meines göttlichen Wesens!
   19] Aus diesem Grunde will Ich euch noch die Sonne wie auch noch einige andere Planeten, wenn schon nicht so ausführlich, so aber doch auch in aller Kürze genügend beschauen lassen.
   20] Und mit dieser jetzt ausgesprochenen Verheißung soll auch diese Mitteilung beschlossen sein! - Mein Segen, Meine Liebe, Gnade und Erbarmung sei mit ihr! Amen!

Ende des Bandes


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