Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 3, Seite 153


Kapitelinhalt Die erweckende Kraft der Liebe Segen eines gläubigen Vaters und einer frommen Mutter (10.06.1842. Vormittag)

An den Andr. H. W.

   01] Höre und siehe du, Mein geliebter Andr. H. W., denn Ich habe dir etwas Tröstendes zu sagen! -
    02] Dich hatte eine Mitteilung, welche Ich Meinem Wortschreiber zur nötigen Beruhigung habe zukommen lassen (jl.him2.097, 'Himmelsgaben' Band 2, S. 97), in ein etwas zu ängstliches Nachdenken gebracht und hat dich zudem noch etwas kleingläubig in Rücksicht dessen gemacht, was da anbelangt die volle Sterblichkeit der Lauen, und das vorzugsweise darum, da du dein freilich wohl sehr weltlich gesinntes und geartetes Weib darunter verständest und in nicht sehr entfernten Distanzen auch deine Kinder mit ihr. Allein Ich sage es dir, du hast wohl sehr vollkommen recht, solches zu beherzigen. Was aber da gesagt ist in dem Beiworte an den Schreiber, so hat aber dennoch solches nur einen allgemeinen Sinn, nicht aber, als hätte Ich dadurch gewisserart auf dein Haus heimlich etwas abmünzen wollen.
   03] Damit du aber solches klärlich ersehen magst, so habe gut acht auf das, was Ich dir nun über diesen Punkt sagen werde! -
   04] Siehe, wo immer beide Ehegatten gleich lau wären im Geiste und daher ganz in die Materie verkehrt und sorgten auch also für ihre Kinder, da träte auch die volle Geltung des Beiwortes an Meinen Schreiber ein. Wo aber da ist ein Gatte gläubig, besonders wenn es der Mann ist, und voll Liebe zu Mir, da ist sein Weib, da sie ein Fleisch mit ihm, geheilige durch den Glauben und durch die Liebe des Mannes, was auch wohl im umgekehrten Falle gelten kann.
   05] Also verhält es sich auch von seiten eines gläubigen Vaters gegenüber seinen Kindern, da sein Segen noch übergehen kann bis ins dritte, manchmal bis ins siebente und manchmal gar bis ins siebenundsiebenzigste Glied, darum sie da jenseits erweckt werden können durch ein überreiches Leben solch eines Vaters, was soviel besagt, als daß sie wieder vollends belebt werden können!
   06] Solches kann zwar auch ein sehr frommes Leben der Mutter bewirken. Allein, da doch jedes Weib einen Mann haben muß, wenn sie Mutter werden will, so gehört schon geschlechtlich dem Manne, mehr somit noch geistig der offenbare Vorzug! - Ist ihr Gatte gleichen Geistes mit ihr, da sind sie ohnehin vollends eins; und was demnach gilt vom Manne, das gilt auch von dessen Weibe.


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