Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   17] Ich meine, Mein Freund und Bruder A.H.-W., mit dieser Lampe beleuchtet, wird es dir nicht mehr schwer werden, dergleichen Texte aus dem Grunde lebendig zu verstehen! - Ich, dein Vater und Gott Jesus, sage dir aber noch hinzu:
   18] Wer da kämpft in seiner Schwäche und sieget, ist Mir ums Tausendfache lieber als ein Starker, dem der Sieg ein leichtes ist. - Wenn der Schwache fällt, da will Ich ihn aufrichten, wie oft er auch immer fällt. Aber der Starke mag sich selbst aufrichten, so er gefallen ist.
   19] Dies also sei dir ein gutes Bindeband von Mir, Jesus, an deinem Tage! Denn Ich binde dich dadurch in deiner Schwäche an Meine Stärke. Des sei völlig versichert zeitlich wie ewig! - Ich, dein lieber Vater Jesus! Amen.

Das Wesen des Mannes und des Weibes (03.05.1843)

   00] In dem 1840-1844 niedergeschriebenen Hauptwerk »Die Haushaltung Gottes« werden u.a. die Verhältnisse der auf den Gebirgshöhen wohnenden Nachkommen Adams geschildert. Die Urväter erhalten dabei vom Herrn Enthüllungen über das Wesen des Mannes und des Weibes.
   01] Die Urväter: »O Herr, Du allerliebevollster Vater! Gib uns allen zu unserer Beruhigung über Deine erhabenste Antwort an den Muthael ein größeres Licht; denn in dem Lichte über unsere sittlichsten, besten Weiber können wir nicht glücklich, sondern nur unglücklich sein, da sie nach Dir doch unser allergrößtes Gut sind und wir Dir für dieses ewig nie genug werden danken können... O lieber Vater, laß daher unsere lieben Weiber samt uns von oben sein und nicht von unten!«
   02] Und der Herr öffnete Seinen Mund und sprach zu den Vätern: »Ihr redet noch wie völlig Blinde in Meiner Ordnung! - So ihr nicht wisset, was im Geiste ,oben' und was ,unten' besagt, warum fragt ihr denn nicht danach, sondern verlangt dafür von Mir da ein Licht nur, wo ihr keines bedürfet, und daß Ich eures törichten Wunsches halber Meine ganze ewige Ordnung verkehren solle?!
   03] Sagt Mir: Verliert denn dadurch vor Mir das Weib etwas, so Ich von ihr gegenüber dem Manne aussage, daß sie von unten sei und also gegen den Mann den notwendigsten Gegenpol ausmacht, ohne den weder der Mann für sich, noch das Weib für sich bestehen könnte?!


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