Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   08] Diese aber müssen vom Leibe! Ehedem wird es nicht viel besser werden mit deiner vermeintlichen »Mitternacht«! - Beachte dieses wohl! Denn nun brauche Ich dir ja nicht mehr beizusetzen, von wem diese Gabe ist! - Amen.

Christus lebt in mir! (Namenstagskundgabe; 22.06.1842)

   01] Schreibe nur, schreibe! Denn daran du dich in der Zeit schwach nur erinnerst, das war schon von Ewigkeiten klarst vor Mir!
   02] Also gebe dies Hand- und Herzenszettelchen der Tochter des Ans.H.-W.,die da führt den Namen Meines lieben Apostels Paulus, und sage ihr, daß Ich ihr sagen lasse durch dich:
   03] Sie solle Mein Wort sich ebenso aneignen, wie sie sich durch die Wassertaufe angeeignet hat den Namen des Apostels, welcher da sein soll ihr rechter Name - nicht nach »Paulinus«, auch nicht nach der »Paulina« sondern nach dem Paulus, der zuvor Saulus hieß und erst von Mir dann den rechten Namen Paulus erhielt, welcher nach himmlischer Art alles das besagt, was da in Meinem Namen tat dieser aus Mir große Apostel.
   04] Da sie aber dessen Namen führt, so soll sie auch führen in ihrem Herzen, was der Apostel in dem seinigen geführt hat, nämlich Mich Selbst vollkommen, darum er auch Paulus hieß und klar von sich aussagen konnte: »Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebet in mir!«
   05] Ich sage aber hier: Wohl dem, der mit dem Paulus ein »wahrer Paulus« ist! Denn obschon ihn der alleinige Name nicht heiligt, so wird aber dieser Name ihm dennoch zu einem großen Zeugnisse werden, so er ihn werktätig im Herzen trägt, also wie ihn der Apostel getragen hat.
   06] Ich sage aber auch: Wer immer da nicht »Paulus« heißen wird in seinem Herzen, der wird keinen großen Teil an Meinem Reiche haben. Denn »Paulus« besagt nach himmlischer Weise: »Christus lebet in mir, und mein ganzes Wesen ist eine Wohnstätte des Heiligen Geistes!«
   07] Siehe nun, du Mein Töchterchen, solches besagt der Name, den du führest! Suche daher in dir die Wahrheit dieses Namens, den du führest, sonst lügst du dich und Mich allezeit an, so oft du sagst: »Ich bin und heiße Pauline«, welches ebensoviel heißt, als sagtest du: »Nun lebe ich vollkommen! Denn nicht ich, sondern der Geist der göttlichen Liebe lebet in mir!«


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