C. Michel (22.1.1875)

Für einen Augenleidenden. Mit Winken für Ärzte und Patienten

aus 'Heil-, Diät- und Lebenslehr-Winke', Sammlung neu-theosophischer Schriften, Nr. 48, S.069-70, 1895, Neu-Theosophischer Verlag (J. Busch Nachf.), Bietigheim



    GM.NT48.069,07] Du, liebes Kind, willst schon wieder, zwar nach langem Stillschweigen, öein paar Worte für den leidenen Bruderö, wie ihr euch ausdrückt; da will Ich dir soviel sagen, daß in die Natur des Menschen die Schwächen gelegt sind auf verschiedene Art; doch können selbe auch mehr oder weniger geschont werden, und ist selbes nicht der Fall, da kann auch die Natur keine Mirakel wirken, wie ihr zu sagen pfleget; ödoch die Hand des, der alles erschaffen hatö, - hör ich wieder mehrere - öDer kann auch alles nach Seinem Belieben richten und ordnenö; wo aber das Gesetzt der Liebe in der Natur auch in den Menschen gelegt ist, welches auch da regiert und erhält, da kann wieder Mein Wille nicht anders wirken, als wie du schon siehst; doch kann der Mensch wohl bei außerordentlichen Fällen zuweilen eine Erleichterung erreichen, wobei aber das (unbedingte) Vertrauen vorhanden sein muß, da kann er auch etwas erhalten, was bei vielen Tausenden von Doktoren nicht möglich ist, welche nicht einmal die Natur des Menschen, noch weniger Meine Weisheit im Geringsten kennen, und wogegen auch der beste oder der größte Engelsgeist, wie er auch immer sein mag, ohne Meinen Liebe-Willen nicht helfen kann.
         GM.NT48.070,01] Daraus geht wieder hervor, daß nur Ich, und kein anderer, der Herr und Meister und Heiland bin; und der Mensch nur mit dem vollsten Vertrauen auf Mein liebendes Vaterherz einwirken kann, ohne welches auch nicht solche von der Natur in das menschliche Leben gelegte Schwächen erleichtert werden können, besonders wo auch die geeignete Lebensweise bei manchem Menschen fehlt. Deshalb sage Ich dir: der Mensch, welcher unbedingtes Vertrauen auf die Vaterliebe hat, kann ebenso wie der Hauptmann von Kapernaum mehr als alles in der Welt gewinnen; dahe sage nur dem geliebten Bruder, der sollte nicht anderes als morgens und abends die Stirne, sowie die Schläfe in Meinem Namen recht gut einwaschen, dann wird er Erleichterung finden; wo das stete Vertrauen nicht fehlt, ist auch die Vaterliebe nie ferne von Meinen Kindern; das sagt dir der liebende Vater, welcher immer Freude hat, wenn Seine Kinder mit kindlichem Vertrauen auf Ihn sich verlassen. Mit dem Segen an alle. Amen


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