voriges Kapitel Jakob Lorber: 'Der Saturn'

Kapitelinhalt 51. Kapitel: Saturnmonde ohne Achsendrehung. Naturmäßiges Leben nur auf der dem Planeten abgekehrten Seite. Die Monde als Nachschule des Saturn und Vorschule des Ringes und des reingeistigen Lebens.

Originaltext 1. Auflage 1855 durch Project True-blue Jakob Lorber

Text, Verseinteilung und Überschriften nach 4. Auflage 1969 Lorber-Verlag

01] Was aber die Monde betrifft, so stehen dieselben nahe ganz in demselben Verhältnisse zu ihrem Planeten, in welchem da steht der Mond dieser Erde zu ihr; - nur ist alldort durch die Monde eine Gradation, wie sie natürlicher Weise bei euch nicht sein kann, da die Erde nur einen Mond hat.

02] Was die Bewegung der Monde betrifft, so haben auch sie keine Rotation um ihre Achse, sondern kehren immer ein und dasselbe Gesicht ihrem Planeten zu.

03] Aus diesem Grunde ist dann auch ihre Bewohnbarkeit eine doppelte, nämlich eine geistige und eine naturmäßige. Somit ist dann auch jeder Mond auf der von dem Planeten beständig abgekehrten Seite von Menschen und Thieren bewohnt, und hat Vegetation, Wasser, Luft und alles das, was zur Unterstützung des natürlichen Lebens nothwendig ist.

04] Die Menschen, die allda naturmäßig leben, sind auch natürlicher Weise viel kleiner, als jene auf dem Planeten, und haben auf den kleineren Monden kaum eure Größe. - Auf den größeren letzten oder äußersten drei Monden aber sind sie auch größer, wie ihr da seid aus der Erde.

05] Diese naturmäßigen Menschen der Monde stehen mit den eigentlichen Saturnusmenschen in immerwährendem geistigen Verbande, so daß die Geister derjenigen Saturnusmenschen, welche sich während der natürlichen Lebensdauer nicht fähig gemacht haben, alsbald in einen der Ringe zu gelangen, vorerst einen oder den anderen ihrer Beschaffenheit zusagenden Mond, oder auch mehrere durchzumachen haben, bevor sie erst in den untersten Ring aufgenommen werden können.

06] Was thun sie denn im Monde? - Und welche kommen in einen Mond? In den Mond kommen eigensüchtige und heidnische Geister, welche den Ring durch ihr Erdenleben als eine Gottheit angebetet und verehrt haben.- In einem jeden Monde, wo sie zuerst allezeit auf der naturmäßigen Seite auftreten, und durch die Leiber der dort wohnenden natürlichen Menschen das Naturmäßige erschauen, haben sie aber keine Anschauung vom Ringe, der ehedem ihr Abgott war.

07] Wenn sie sich dadurch den Ring gewisserart abgewöhnt haben, und sind selbst ihres Planeten losgeworden, dann erst ziehen sie auf die dem Planeten zugewandte Seite, von wo aus sie dann den Planeten mit dem Ringe als nahe einen concreten Körper erschauen. - Dadurch erst wird ihnen nach und nach klar, wie sie auch von anderen zu ihnen kommenden höheren Geistern belehrt werden, daß der Ring mit Nichten irgend eine Gottheit ist, oder ein Sitz derselben, oder der Weg, den der große Geist wandelt über den Himmeln; sondern wie sie es mit eigenen Augen schauen, er ist nur ein eben so materieller fester Weltkörper um den eigentlichen Planeten vom großen Geiste zu dem Zwecke erschaffen, daß die Geister der auf dem Planeten verstorbenen Menschen alldort für ein höheres Leben, von dem sie noch keine Ahnung hätten, vorbereitet werden.

08] Wenn dann solche Geister solches erfahren haben sowohl durch Lehre, als durch eigene Anschauung, so lassen sie gar bald ihren Irrglauben gänzlich fahren, und erkundigen sich emsigst nach der Wohnung des großen Geistes. - es wird ihnen aber bedeutet, daß sie solches erst erfahren werden über den Ringen, wann sie sich werden vollkommen dem rein geistigen Zustande genähert haben, und endlich auch vollkommen in denselben übergegangen sein. Darauf bekommen sie dann eine Sehnsucht nach dem Ringe, aber noch mehr nach dem reingeistigen Zustande, und werden sodann auch alsogleich in den Ring befördert.

09] Solches wüßtet ihr nun; es möchte aber dennoch mit der Zeit eine Frage sich aufwerfen, warum denn zu dem Behufe eben sieben Monde vorhanden sein müßten? - Solches einfache Geschäft könnte ja auch an einem Monde genug haben.

10] O ja! für Geister anderer Beschaffenheit würde wohl ein Mond genügen; aber für die Saturnusgeister, welche im großen Geistmenschen ihren Sitz unter einem Knie*) haben, genügt solches nicht; denn die Füße sind die Hauptsache und die Grundlage des Lebens, und an den Füßen selbst wieder die Gelenke. - Wird dem Leibe ein Schaden etwa an seinem Arme, an seiner Haut, sei es auf welchem Theile des Leibes es wolle, zugefügt, so kann der Leib noch immer aufrecht stehen, und seine Bewegungen machen, und kann sich Hülfe suchen; wann er aber an einem oder dem anderen Fuße, und zwar namentlich an einem oder dem andern Gelenke desselben einen gewaltigen Schaden erleidet, so ist er gehemmt am ganzen Leibe, fällt zusammen und kann sich nicht weiter bewegen, und sich auch keine Hülfe suchen; und sind auch aus eben diesem Grunde die Füße bei jedem Menschen stärker gebaut, denn alle anderen Theile seines Leibes.


11] Da also aber die Saturnusbewohner einen allerwichtigsten Fußtheil unter dem Knie des großen Geistmenschen ausmachen, von welchem großen Geistmenschen ihr schon bei mancher anderen Gelegenheit Näheres vernommen habet, so muß aus eben diesem Grunde bei den Geistern der Saturnusmenschen, und zwar bei jedem einzeln auf die siebenfache Art gesehen werden, welche Art der sieben Geister, aus welchen jeder einzelne Geist besteht, am gefährlichsten daran ist; und zu eben dem Behufe sind dann auch eben die sieben Monde da, damit in einem oder dem anderen Monde eine oder die andere gefährliche Art der sieben Geister in einem Geiste zur Ruhe und entsprechenden Ordnung mit den übrigen sechs Geistern gebracht wird.- Aus dieser Kundgebung werdet ihr nun auch gar wohl entnehmen können, warum diesem Planeten sieben Monde zugetheilt sind.

12] Somit wisset ihr Alles, was da die Monde betrifft. Ihre Entfernungen und Größen sind euch ohnehin schon gleich anfangs kundgegeben worden, und somit bleibt uns über die Monde auch nichts mehr zu sagen übrig.

13] Und da wir den Planeten, wie den Ring und nun auch die Monde kennen gelernt haben, so sind wir auch mit der Mittheilung über diesen Planeten zu Ende.

14] Nur möchte ein oder der andere Schwachsichtige fragen, wozu denn so ganz eigentlich die ganze Mittheilung über diesen Planeten nützen solle? - Da sage Ich nichts anderes, als allein nur das:

15] Für's Erste solle sich ein Jeder, der diese Mittheilung gelesen hat, ein recht tüchtiges Beispiel nehmen, wie ganz anders die Bewohner dieses Planeten Meinen Willen respectiren, denn die Menschen dieser Erde.

16] Und für's Zweite solle er aber auch aus dem Ganzen erschauen, wie da Meine Weisheit, Liebe, Macht und väterliche Sorgfalt beiweitem weiter hinausreicht, als es sich der hochtrabende Menschenverstand je in seinem thörrichten Sinn kommen lassen kann.

17] Und für's Dritte aber solle eben diese Betrachtung den Menschen dieser Erde zur vollsten Demuth leiten, aus welcher er erschauen soll, wer er ist, und wer Ich, sein Gott, Schöpfer und Vater bin;

18] und solle dabei sich auf die Brust klopfen und darüber Nachdenken, welch größte Gnade und Erbarmung ihm dadurch zu Theil geworden ist, daß Ich, der alleinige Herr und Schöpfer solcher Wunderwerke, es Mir habe gefallen lassen wollen, die Erde, diesen kleinen, schmutzigen Planeten, zu erwählen zur Geburtsstätte Meiner unendlichen Liebe, Erbarmung und Gnade, und somit aller Fülle Meines göttlichen Wesens!

19] Aus diesem Grunde will Ich noch die Sonne, wie auch noch einige andere Planeten, wenn schon nicht so ausführlich, so aber doch auch in aller Kürze genügend beschauen lassen.

20] Und mit dieser jetzt ausgesprochenen Verheißung soll auch diese Mittheilung beschlossen sein. Mein Segen, Meine Liebe, Gnade und Erbarmung mit ihr, Amen! Druck von Ferd. Thomaß in Dresden.

Ende des Bandes

01] Was die Monde betrifft, so stehen diese in demselben Verhältnis zu ihrem Planeten wie der Mond dieser Erde zu ihr. Nur ist dort durch die Monde eine Gradation (Lebensstufung), wie sie natürlicherweise bei euch nicht sein kann, da die Erde nur einen Mond hat.

02] Was die Bewegung der Monde betrifft, so kehren auch sie immer ein und dieselbe Hälfte ihrem Planeten zu.


03] Aus diesem Grunde ist auch ihre Bewohnbarkeit eine doppelte, nämlich eine geistige und eine naturmäßige. Und somit ist auch jeder Mond (nur) auf der von dem Planeten beständig abgekehrten Seite von Menschen und Tieren bewohnt und hat Vegetation, Wasser, Luft und alles das, was zur Unterstützung des natürlichen Lebens notwendig ist.

04] Die Menschen, die auf der dem Planeten abgekehrten Seite naturmäßig leben, sind auch natürlicherweise viel kleiner als jene auf dem Planeten und haben auf den kleineren Monden kaum eure Größe. - Auf den größeren, letzten oder äußersten drei Monden aber sind sie größer als ihr auf der Erde.

05] Diese naturmäßigen Menschen der Monde stehen mit den eigentlichen Saturnmenschen in immerwährendem geistigem Verband, so daß die Geister derjenigen Saturnmenschen, welche sich während der natürlichen Lebensdauer nicht fähig gemacht haben, alsbald in einen der Ringe zu gelangen, vorerst einen oder den andern ihrer Beschaffenheit entsprechenden Mond, oder mehrere, durchzumachen haben, bevor sie erst in den untersten Ring aufgenommen werden können.

06] Was tun denn diese Menschen in den Monden? - Und welche Saturngeister kommen in einen Mond? - In den Mond kommen eigensüchtige und heidnische Geister, welche den Ring ihr Saturnleben hindurch als eine Gottheit angebetet und verehrt haben. In einem jeden Mond, wo sie zuerst allezeit auf der naturmäßigen Seite auftreten und durch ihre Leiber als dort wohnende natürliche Menschen das Naturmäßige erschauen, haben sie aber keine Anschauung vom Ring, der ehedem ihr Abgott war.

07] Wenn sie sich dadurch den Ring gleichsam abgewöhnt haben und selbst ihren Planeten losgeworden sind, dann erst ziehen sie auf die dem Planeten zugewandte Seite, von wo aus sie dann den Planeten mit dem Ring als nahezu einen konkreten Körper erschauen. - Dadurch erst wird ihnen nach und nach klar - wie sie auch von anderen, zu ihnen kommenden höheren Geistern belehrt werden - daß der Ring mitnichten irgendeine Gottheit oder ein Sitz derselben noch der Weg ist, den der Große Geist über den Himmeln wandelt, sondern mit eigenen Augen schauen sie es, daß er auch nur ein materiell-fester, um den eigentlichen Planeten gelegter Weltkörper ist, vom Großen Geiste zu dem Zweck erschaffen, daß die Geister der auf dem Planeten verstorbenen Menschen dort für ein höheres Leben, von dem sie noch keine Ahnung hatten, vorbereitet werden.

08] Wenn diese Geister dann solches erfahren haben, sowohl durch Lehre als durch eigene Anschauung, so lassen sie gar bald ihren Irrglauben gänzlich fahren und erkundigen sich emsigst nach der Wohnung des Großen Geistes. - Es wird ihnen aber bedeutet, daß sie solches erst auf den Ringen erfahren werden, wenn sie sich vollkommen dem reingeistigen Zustand genähert haben und endlich auch vollkommen in denselben übergegangen sein werden. Darauf bekommen sie dann eine Sehnsucht nach dem Ring, aber noch mehr nach dem reingeistigen Zustand, und werden dann auch sogleich in den Ring befördert.

09] Solches wüßtet ihr nun. Es möchte sich aber dennoch mit der Zeit die Frage aufwerfen: »Warum denn zu dem Zweck eben sieben Monde vorhanden sein müssen? Solche einfache Aufgabe könnte ja auch ein Mond erfüllen?«


10] O ja, für Geister anderer Beschaffenheit würde wohl ein Mond genügen. Aber für die Saturngeister, welche im großen Schöpfungsmenschen [Mehr über den zur materiellen Schöpfung gewandelten großen Urgeist Luzifer siehe in dem Lorberwerk »Robert Blum« (jl.rbl2.301, d. Ed.] ihren Sitz unter einem Knie haben, genügt solches nicht. Denn die Füße (Beine) sind die äußere Grundlage des Lebens und an den Füßen selbst wieder die Gelenke. - Wird dem Leib ein Schaden etwa an seinem Arm, an seiner Haut, sei es auf welchem Teile des Leibes es wolle, zugefügt, so kann der Leib noch immer aufrecht stehen und seine Bewegungen machen und kann sich Hilfe suchen. Wenn er aber an einem oder dem andern Fuß, und zwar namentlich an einem oder dem andern Gelenk desselben, einen gewaltigen Schaden erleidet, so ist er gehemmt am ganzen Leib, fällt zusammen und kann sich nicht weiterbewegen und sich auch keine Hilfe suchen. Und so sind auch aus eben diesem Grunde die Füße bei jedem Menschen stärker gebaut als alle anderen Teile seines Leibes.

11] Da also aber die Saturnbewohner einen allerwichtigsten Beinteil unter dem Knie des großen Schöpfungsmenschen ausmachen, von welchem großen Geistmenschen ihr schon bei mancher anderen Gelegenheit näheres vernommen habt, so muß aus eben diesem Grunde, bei den Geistern der Saturnmenschen, und zwar bei jedem einzelnen darauf gesehen werden, welcher der sieben (Grund-) Geister da (aus welchen jeder einzelne Geist besteht) am gefährlichsten daran ist. Und zu eben dem Zweck sind denn auch die sieben Monde da - damit in einem oder dem anderen Mond der eine oder andere der sieben (Grund-)Geister zur Ruhe und entsprechenden Ordnung mit den übrigen sechs (Grund-)Geistern gebracht wird. - Aus dieser Kundgebung werdet ihr nun auch gar wohl entnehmen können, warum diesem Planeten sieben Monde zugeteilt sind. (a Über die 'sieben Grundgeister' in Gott und im Menschen siehe 'Das große Evangelium Johannis', jl.ev07.018; d. Ed.]

12] Somit wisset ihr alles, was die Monde betrifft. Ihre Entfernungen und Größen sind euch ohnehin schon gleich anfangs kundgegeben worden. Und so bleibt uns auch über die Monde nichts mehr zu sagen übrig.

13] Und da wir somit den Planeten wie den Ring und nun auch die Monde kennengelernt haben, so sind wir mit der Mitteilung über diesen Planeten zu Ende.

14] Nun möchte ein oder der andere Schwachsichtige vielleicht noch fragen, wozu denn eigentlich die ganze Mitteilung über diesen Planeten nützen solle? - Da sage Ich nichts anderes als nur das:

15] Fürs erste soll sich ein jeder, der diese Mitteilung gelesen hat; ein recht tüchtiges Beispiel nehmen, wie ganz anders die Bewohner dieses Planeten Meinen Willen achten als die Menschen dieser Erde.

16] Fürs zweite soll er auch aus dem Ganzen erschauen, wie Meine Liebe, Weisheit, Macht und väterliche Sorgfalt gar viel weiter hinausreicht, als es sich der hochmütige Menschenverstand je in seinen törichten Sinn kommen lassen kann.

17] Und fürs dritte soll eben diese Betrachtung den Menschen dieser Erde zur vollsten Demut leiten, aus welcher er erschauen soll, wer er ist und wer Ich, sein Gott, Schöpfer und Vater, bin.

18] Dabei soll er sich an die Brust schlagen und darüber nachdenken, welch größte Gnade und Erbarmung ihm dadurch zuteil geworden ist, daß Ich, der alleinige Herr und Schöpfer solcher Wunderwerke, es Mir habe gefallen lassen, die Erde, diesen kleinen, schmutzigen Planeten, zu erwählen zur Geburtsstätte Meiner unendlicken Liebe, Erbarmung und Gnade und somit aller Fülle Meines göttlichen Wesens!

19] Aus diesem Grunde will Ich euch noch die Sonne wie auch noch einige andere Planeten, wenn schon nicht so ausführlich, so aber doch auch in aller Kürze genügend beschauen lassen.

20] Und mit dieser jetzt ausgesprochenen Verheißung soll auch diese Mitteilung beschlossen sein! - Mein Segen, Meine Liebe, Gnade und Erbarmung sei mit ihr! Amen!

Ende des Bandes

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