Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 3, Seite 072


   07] Sehet, nun wisset ihr alles, wie sich die Sachen verhalten. Was aber ferner sonderheitlich das Bild aussagt, will Ich euch nächstens durch den Knecht von Punkt zu Punkt in die Feder sagen (Siehe Kundgabe vom 6. Dezember 1840, d.Hg.), worüber ihr euch alle hoch erstaunen werdet. Was aber den bewußten sehr albernen und höchst unklugen Menschen betrifft, so habet fürs erste Geduld und Nachsicht mit seiner Narrheit, denn er ist blöden Geistes, und saget ihm, daß ihn davon auch nicht ein Sonnenstäubchen zu eigen angeht. Laßt ihn zu euch kommen und saget ihm, wie sich die Sachen verhalten und daß nur ihr in eurer Meinung euch wieder einmal geirrt habt, und er somit dadurch nicht im allergeringsten beteiliget wird. Saget ihm aber auch, daß derjenige, der sich eher entschuldigt, als er noch bestimmt weiß, daß er der Angeklagte ist, sich nicht selten dem Gerichte preisgibt! - Beherziget alles dieses nun vorderhand, und machet euch bald ans Werk; alles andere wird dann folgen. Höret und seid sanft und klug Amen. Das sage Ich der SIEBENTE. Amen Amen Amen. -


Kapitelinhalt Meinen, Meinung (5. Dezember 1840, abends)

   01] Ihr meinet öfter, und der Meinung seid ihr oft, daß Meinen so ein halbes Glauben sei. Ihr irrt euch aber allzeit, so ihr da die Meinung zur Idee und als ein Dafürhalten achtet. Denket, wie unrichtig müßt ihr manchen Sinn erfassen, und wie sinnlos manchen Satz verfassen, so ihr denket: Meinen sei soviel, als ohne Prüfung irgendein verworrnes Urteil von sich geben - oder so die äußeren Umstände nur Wahrscheinliches verbürgen, seht, so denket ihr in eurer unbegriffnen Meinung, nah der Wahrheit auf der Spur zu sein.


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