Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 3, Seite 065


   07] Seht, daher gab Ich euch nun diese Rechnung und zeigte euch die große Zahl einer Milliarde, - und Ich sage euch, in eine Sonnenhülsenglobe sind wirklich eine Milliarde Sonnen geschoben (siehe Der ,Engel'). - Nun denket ein wenig nach über das weite Revier des Todes! - Denket euch aber noch hinzu, daß erstens von einer Globe bis zur andern eine Milliarde Globen Platz hätten, und denket euch ferner, daß eine Milliarde Milliarden solcher Globen erst Eins (d.h. ein Schöpfungsganzes; d. Hg.) ausmachen, und daß ferner Meine Zahlen der Schöpfung fortwachsen, und daß die ganze Unendlichkeit so gearteter Schöpfungszahlen in Meiner Hand gleich einem Tautropfen ruht, und daß es solcher Tropfen wieder zahllose gibt, - so wird euch einleuchten, wie groß Ich, wie groß Meine Sorge und wie groß erst Meine Liebe sein muß, die dieses alles wie einen Punkt erhält und Leben haucht über alles nach Bedarf des Seins! -
   08] Seht, Ich bin ein gar großer Vater, der sehr vieles hat, und Meine lieben Kinder sollen dereinst über ein Kleines nicht zu kurz kommen! - Wohlgemerkt! - die Mich lieben - denn Mein Haus hat viele Wohnungen Amen. Das sage Ich, der große heilige Vater amen amen amen.

Kapitelinhalt Die Größe des Menschenherzens - Gefühl und Verstand (16. Oktober 1840)

Ein kurzes Beiwort zur Darstellung des Südpols. (Veröffentlicht in 'Naturzeugnisse', S. 126 f.)

   01] Sehet, klein zwar ist das Herz des Menschen, aber desto größer der Horizont seiner Gefühle, so jemand ist in der Kraft des Glaubens aus der reinen Liebe zu Mir. Ich sage euch, es ist kein Ding so verborgen, daß es nicht von den Strahlen des reinen Gefühls erreicht werden möchte; und haben dann die reinen Strahlen des Gefühls irgend etwas erfaßt, so fraget euch selbst, ob es noch möglich wäre, die Sache anders zu erfassen, als sie an und für sich wirklich ist und besteht.
   02] Ganz anders verhält es sich freilich mit den Verstandesmenschen. Diese haschen mit dieser kurzen Hand (des Verstandes) nach allen Dingen, gleichwie unmündige Kinder nach dem Monde und anderen sehr ferne gestellten Sachen. Diese Menschen ziehen dann ihr Gefühl in ihren engen Verstand und lassen es dann in diesem hochmütig herumtappen gleich einem Blinden, der sich niedergesetzt hat auf einen mit Hieroglyphen übermeißelten Steinblock und auf demselben herumgreift, ohne daß ihm auch nur eine leise Ahnung zulispeln möchte, daß das lauter Hieroglyphen sind, und noch weniger, daß diese Schrift eine geheimnisvolle entsprechende Sprache ist aus den hellen Strahlen des reinen Gefühls.


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