Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


Dank- und Bittgebet Lorbers (14.03.1842)

   01] O Du mein geliebtester Gott, Vater, Meister, Lehrer, Führer, Erlöser und Lebendigmacher Jesus! Du ewige Liebe, Du ewiges Licht - ja Du endlose Liebe aller Liebe, Du endloses Licht alles Lichtes! O Du ewige Erbarmung selbst! - Mit was für einem Herzen und mit was für Worten soll ich armer, sündenvollster Mensch Dir danken für diese Deine gar so unbegreifliche große Gnade, die Du, o mein geliebtester und angebetester Vater Jesus, mir Allerunwürdigstem bereits schon zwei volle Jahre hindurch hast also überaus liebevollst angedeihen lassen?!
   02] Hättest Du mir eine wundertätige Kraft verliehen, wie viel Schaden hätte da mein arges Herz vor Dir schon sicher angerichtet, und ich schmachtete auch schon lange dafür in irgendeiner harten Landesverweisung! - Hättest Du mir weltliche Reichtümer beschieden, wie unglücklich wäre ich da! Denn sicher hätte mich dieses allergefährlichste Gift für den Geist schon lange getötet und unempfindlich gemacht für alles Wort von Dir und für alles, was wahrhaft Deinem allerheiligsten Willen gemäß ist. - Hättest Du mir sonst irgendein weltlich ansehnliches Amt verliehen, wie hätte ich da vielleicht gar oft einen unbarmherzigen Richter gemacht, hätte mich von der Welt verblenden lassen und wäre dadurch meinen Brüdern zur schrecklich drückenden Last geworden!
   03] Kurz, Du hast mir alles das nur gegeben, was mich am allerglücklichsten machen mußte, nämlich die alleinige Liebegnade, durch welche Du, liebevollster Vater Jesus, schon lange vorher mich erzogen und vorbereitet hast und hast mich öfter gedemütiget, durch Sünden sogar, damit ich dadurch dieser unaussprechlichen, allerhöchsten Gnade, der Du mich gegenwärtig noch immer würdigst, aufnahme fähig werden sollte, fast ähnlich einem Johannes, der da war und noch ist ein allergrößtes Wortwunder Deiner Liebe und Erbarmung zur Lebendigmachung eines jeden, der sein Leben darnach kehret!
   04] Ja, solches hast Du unleugbar an mir getan! Du hast mich einer also hohen Gnade gewürdigt, daß ich den allergeringsten Teil derselben ewig nie erfassen werde! - Ja wahrlich, ich erkenne es nun, was das ist, was Du mir nun gibst! - Es ist das Allerhöchste! - Es ist Dein lebendiges, heiliges Wort, davon ich nicht eines Buchstaben würdig bin! - Ja also ist es wahr und wahr!


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