Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1, Seite 61


   15] Dieses wenige, was ihr hier vernommen habt, ist alles, was ich von mir und aus mir zur Stunde euch mitteilen kann und darf. Jedoch so ihr von eurem Geiste auf eurer Oberfläche ähnliche Lebensbewegungen wahrnehmen werdet, wie ihr sie auf meiner spiegelglatten Oberfläche sehet, dann kommt wieder und lernet an meinem kleinen und seichten Ufer Wunderdinge der göttlichen Liebe und Macht tiefer erkennen! - Amen.

KapitelinhaltJedem das Seine (02.08.1840)

   01] Es gibt unter euch einige, die sich bei Meinen Offenbarungen durch die Dinge der Natur (z.B. die Andritzquelle) von manchen Skrupeln und daraus erwachsender Traurigkeit, ihrer Torheit wegen, gefangennehmen lassen - da sie nicht so viel sehen und hören wie Mein Knecht.
   02] Diese frage Ich zu ihrem großen Troste: Warum sie denn eigentlich noch nie traurig geworden sind, wenn sie gesehen haben, daß auf den Weidenbäumen keine Trauben wachsen!? Und doch ist der Weidenbaum nicht minder ein Werk Meiner allmächtigen Heiligkeit als der süße und geistvolle Weinstock! - Warum weinten und trauerten die Apostel denn nicht, da Ich Mich auch nicht jedem wie dem Johannes geoffenbart habe?
   03] Daher seid nur heiter und fröhlich und voll Lust in euren Herzen! Denn Ich, euer Vater, sehe, was jedem vorderhand not tut, und gebe jedem so viel, als er leicht ertragen kann.
   04] Sehet, Mein Knecht ist klein und einfältig und hat ein sanftes Herz und ist der Demut und Meiner Liebe schon mehrere Jahre nachgelaufen. - Wenn Ich ihm nun ein kleines Licht Meiner Gnade gegeben habe, so glaubt es, daß es wahr ist in allen Punkten und Zweigen, da alles dieses in der geradesten Richtung zuallernächst unmittelbar von Mir in ihn kommt, und das zwar, weil er es so hat haben wollen, was Mir auch am liebsten ist!
   O5] Denn um was da jemand bittet in Meinem Namen, das wird ihm gegeben ohne Falsch und Trug - freilich nicht über Nacht, sondern nur nach und nach, je nach seiner Kraft und Stärke.


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