Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1, Seite 57


KapitelinhaltKundgaben an einer Quelle (Andritzquelle bei Graz) (30.07.1840)

   00] Bekundungen am Ursprunge der Andritz, nördlich von Graz, in der Nähe von St. Veit:
Lorber spricht aus, was ihm die Quelle, d.h. der Herr namens der Quelle sagt. - Schreibende: K.G.L.; Andr.H.; Ans.H.
   01] Bevor ich (die Quelle) euch meine Wesenheit zeige, ist es vor allem notwendig zu wissen, woher und wie ich (zur Entstehung) komme.
   02] Mehr denn 4 000 Klafter tief in einer schiefen Richtung gegen Morgen ist eine weite, große Öffnung, welche bei der Bildung der Berge durch das göttliche Feuer entstanden ist. Daselbst in dieser Öffnung sammeln sich alle Wässer, die von den Bergen aus der feuchten Luft angesogen werden. Und da diese große, weite Öffnung auf diese Weise fast beständig voll erhalten wird und die Last der über dieser Öffnung erhöhten Gebirgsmassen wie auch die in dieser Tiefe schon sehr verdichtete Lust (auf die Gewässer) drückt, so wird nicht nur auf dieser Stelle, die ihr soeben sehet, sondern auch noch auf vielen andern Stellen dieses unterirdische Wasser sowohl durch kleine als auch durch größere Öffnungen und durch hohle Gänge der Berge ans Tageslicht heraufbefördert. Denn seht, daß ich auf diese Weise zur Oberfläche der Erde, auf der ihr euch befindet, herauf und nicht in die Tiefe hinabbefördert werde, wie mancher meinen würde, geschieht aus dem Grunde, weil die Unterlage dieser meiner unterirdischen Wohnstätte, was ihr das Bett nennet, ein festes und sehr gediegenes Gestein ist, in welchem ich wie in einem Kessel ruhe.
   03] Doch gibt es in diesem Kessel drei mannarmsdicke Adern, welche in nordöstlicher Richtung mehr denn drei Meilen tief unter dem Berge, den ihr »Schöckel« nennt, hinziehen, allda noch ein weit größerer Kessel und Wasserbehälter vorhanden ist, welcher ebenfalls durch die Entstehung des benannten Berges mittelst des göttlichen Kraftfeuers, das da ist die Liebe des Vaters, entstanden ist!


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