Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1, Seite 27


   03] Siehe, mit Kindern rede Ich kindlich, mit Männern als Mann, mit Herren als Herr, mit Fürsten als Gott, mit allen Höhern als der Allerhöchste, mit Machthabern als der Mächtigste, mit den Großen als der Unendliche, mit den Sündern als Hirt und Richter. Und so rede Ich mit jedem (der Genannten) nach seiner Art als ein unerreichbarer Gott. Aber mit dem Mich in aller Demut Liebenden rede ich als Vater, Mich wie ein Bruder zu ihm hinunterlassend von der Höhe aller unermeßlichen Höhen, als Allerhöchster in aller Meiner unendlichen Fülle.
   04] Daher nur noch eine kurze Zeit bis das Eisen zu Gold wird durch den werktätigen Aufguß des lebendigen Wassers!
   05] Ich, der rechte, alleinig-wahre Immanuel. Amen.

KapitelinhaltSelbstbeschreibung des Äußeren Jesu (01.06.1840)

   01] Was den frommen Wunsch betrifft, den da schon seit lange hat der Maler W., mehr im Kopf als in der Brust und deren Eingeweiden, so sage Ich, daß Mir gar kein Bild, weder aus Farbe, noch weniger aus Holz oder gar aus Metall oder Stein, angenehm ist.
   02] Denn sehet, dieses alles ist nichts als eine Materie und somit tot. So ihr mich aber nun bildlich darstellt in der Materie, so stellt ihr Mich im Tode dar als ein Meiner Haut-Außenform ähnliches Wesen - was da oft schon ausgezogen hat den Lebendigen aus euren Herzen und hat an dessen Stelle hingeheftet ein totes Bild Meiner Haut.
   03] Daher sollt ihr viel mehr trachten nach dem lebendigen Bilde Meiner Liebe und Meiner Gnade in euren Herzen, als nach dem getreuen Abdruck Meiner Haut! Denn gleich wie euer Leben nicht in der Haut, sondern nur im Herzen wohnt, also geht auch aus Mir alles Leben nicht von Meiner Haut, sondern aus Meiner tiefsten Tiefe in euch über - so wie naturmäßig alles Licht und alle Wärme der Sonne ausgeht aus ihrem Zentrum, da ein kleiner Funke Meiner Gnade und Barmliebe ruhend wohnet. - Sehet, das ist die Wahrheit!


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