Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1, Seite 8


   09] An dem dreibändigen Werke »Die Haushaltung Gottes« schrieb Jakob Lorber eifrig bis zur Beendung am
7. September 1844. - Es wurde darin die Schöpfungsgeschichte sowie die Geschichte der Urmenschheit von Adam bis zur Sündflut geschildert und in diesem Rahmen, auf der Grundlage einer tiefsinnigen, geistigen Welterklärung, die ewige Religion der Gottes- und Nächstenliebe entwickelt, welche zur großen Zeit der Zeiten der himmlische Vater Selbst in der Person Jesu Christi den Menschen verkündet hat.
   10] Neben diesem grundlegenden Werke ergingen durch Jakob Lorber an ihn und seine Freunde im gleichen Zeitabschnitte weitere Worte wie folgt.

Schlüssel zur Auslegung der Botschaften aus dem Jenseits (18.04.1840)

   01] Da, wo Ich am wenigsten zu sagen scheine, da sage Ich am meisten. - Und wo Ich aber am meisten zu sagen scheine, da sage Ich nur soviel, als ihr zu ertragen imstande seid.
   02] Das sei euch ein neuer Schlüssel zu dieser Meiner Schrift!

Wie weltliche Amtsmacht richtig zu nutzen ist (18.04.1840)

   01] Hier seien ein paar Worte gerichtet an den Andr. H. (Andreas Hüttenbrenner, Bürgermeister zu Graz), der da ein weltliches Amt auszuüben hat, das ein Recht ist zum zeitlichen Wohle der Weltgroßen, durch Unterdrückung der Kleinen und Schwachen, die da sind ohne Macht und Kraft der Welt und müssen die Großen ernähren für nichts als für die Aufrechterhaltung eines Rechtes, das alle Lasten legt auf ihren schwachen Nacken.
   02] Außer Meine Liebe in euch und der daraus hervorgehenden Weisheit, welche beide zusammen sind die ewige Ordnung, aus der heraus alles, was da ist, gemacht wurde, vom Größten bis zum Kleinsten, jegliches in endloser Zahl, gibt es nirgends ein Recht, als bloß in dieser Meiner Liebe, die alles gerne gibt, was sie hat, die sich nichts aneignet, um etwas zu besitzen, sondern (nur) um desto mehr geben zu können; die nichts zerstört, sondern nur alles erhalten will, damit nichts zugrunde gehen möchte, die allezeit bereit ist, für andere alles zu tragen, damit es jedem wohlergehe in der großen Erleichterung seiner Bürde; und die noch dazu geduldig, sanftmütig und voll Demut und Ergebenheit ist gegen jede Anforderung der ihr allein zukommenden Weisheit, ja selbst zum Wohle anderer imstande der Kraft ist, alle erdenklichen Unbilden zu erdulden in ungetrübter Gelassenheit. Denke, ob es außer ihr noch etwas gibt, was »Recht« heißen könnte oder dürfte?


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