Gottfried Mayerhofer [08.07.1872]

Über Kranksein, Heilen und geistige Kur

Zweck von Krankheit, Bedeutung einfacher Lebensführung u. Hinwendung zu Jesus

aus 'Heil-, Diät- und Lebenslehr-Winke', Sammlung neu-theosophischer Schriften, Nr. 48, S.049-049, 1895, Neu-Theosophischer Verlag (J. Busch Nachf.), Bietigheim


Inhaltsübersicht:


Geistige Zwecke der Krankheit


    GM.NT48.048,06] Nachdem du, Mein lieber Sohn, mittelst Meines Schreibers (G. Mayerhofer) Mich angegangen bist, dir direkt mitzuteilen, ob deine Art zu leben und die Behandlungsweise deines Übels das Rechte war, so kann Ich dir bloss antworten, daß, wenn Ich nicht damit einverstanden gewesen wäre, du jetzt nicht so weit hergestellt wärest, um deinen Geschäften wieder vorstehen zu können; jedoch, damit du dieses 'einverstanden' nicht mißdeutest, so will Ich dir es näher beleuchten wie Ich es meine; denn sieh, Ich bin eigentlich mit allem einverstanden, was die Menschen tun, weil sie eben freie Geschöpfe sind, und tun können, was sie wollen, nur der geistige Endzweck ist Meine Sache, wo Ich auch öfters aus den größten Irrtümern der Menschen für sie gerade den besten Erfolg erziele!
    GM.NT48.049,01] Um auf deinen Fall zurückzukommen, so war Ich einverstanden mit deiner Krankheit, weil sie dich zum Nachdenken über die Welt und ihren Wert und über Meine geistige Welt, deren Führung und Leitung und über Mein göttliches Wort und Meine leitende Hand, anzuregen und dir mehr Aufschluß zu geben geeignet war.

Warum Allopathie erfolgreich war

    GM.NT48.049,02] Ich war einverstanden mit deiner Krankheit, und wenn gleich der Arzt (allopathische) Mittel angewandt, die nicht gerade die nächsten und einfachsten waren, so ließ Ich es doch zu, daß er durch selbe ein günstiges Resultat erzielte, damit er dich, so wie er es gelernt und erfahren, dem weltlichen Treiben und deiner Familie wieder zurückgebe!
    GM.NT48.049,03] Die geistige Rekonvaleszenz und ihre Nachwirkung ist Meine Sache gewesen, dir den geistigen Weg offen zu halten, damit nicht im Welttreiben du Mich vergessen möchtest.

Bedeutung der Diät und des mäßigen Vegetarismus

    GM.NT48.049,04] Das was in dem letzten Briefe Mein Schreiber dir schrieb (über die diätischen Gesetze, über naturgemäße (mäßige nicht extreme) vegetarische Lebens- (und auch (Heil-)Weise etc.), und was auch im heutigen der Anfang ist, dieses sind wohl die allgemeinen Grundgesetze Meiner Natur, welche du wissen solltest, damit du auch mit der Zeit zu selben zurückkehren kannst, was aber für den Augenblick dir nicht geraten ist, da sie Resultate hervorbringen würden, die vielleicht dir als eine Reaktion vorkämen (also Vorsicht d.H.).

Wichtigkeit einfacher Lebensweise und der Blutreinhaltung

    GM.NT48.049,05] Das magst du stets als Haupt-Grundsatz annehmen, daß je einfacher eine Lebensweise ist, desto naturgemäßer, und daß, wenn ein Mensch alles tut, um sein Blut von fremden Elementen zu reinigen (s. das Wort: 'über Diätetik und rechtes Heilen', an F. in Dresden und über Vegetarismus etc. 3. S. weiter hinten), selbes ihm nie schaden, sondern nur nützen kann!

Bedeutung der Abgewöhnung des Rauchens

    GM.NT48.049,06] In dieser Hinsicht richte dein Leben ein, damit keine Rückfälle eintreten, und kannst du dir bei Gelegenheit kleine Gewohnheiten, welche gegen Meine allgemeinen Naturgesetze verstoßen (hier ist auf das Rauchen hingedeutet), abgewöhnen, so hast du davon doppelten Gewinn, ersten deinen Leib um ein Bedürfnis ärmer, und deine Seele um eine Errungenschaft reicher gemacht zu haben, wobei das Letztere dann dir geistigen Gewinn einträgt, als Ersatz gegen leibliche Genußverluste. -

Annäherung an Jesus schärft Sinne gegen Schädliches

    GM.NT48.049,07] So viel, Mein Kind, über deine Zweifel, fahre fort dich Mir zu nähern, und je mehr dieses geschieht, desto mehr wird dein natürlicher Instinkt als geistiger Mensch dich abhalten, Dinge mit deinem Körper zu vermengen, die nur sinnliche Erhebendes, aber geistig Schwächendes bieten.

Warum schwere Krankheit nicht zum Tode führte

    GM.NT48.049,08] Du hast gesehen, in Meiner Hand warst du, du standest nahe am Jenseits, Ich wollte dich noch nicht dort haben, sondern übergab dich dem weltlichen Treiben wieder, weil Ich nur völlig reif gewordene Früchte und nicht halb- oder viertelzeitige brauche.

Gottes Wort und Vernunft als Lebensgestalter

    GM.NT48.049,09] Lebe gemäß Meiner Worte geistig, und gemäß deiner Vernunft körperlich; sehe nur zu, daß das Letztere nie die Oberhand über Ersteres bekommt, und du magst überzeugt sein, daß Ich dann mit Meinem Segen dir beweisen werde, daß Ich mit deiner geistigen Kur einverstanden bin, für dich und deine Familie und deinen Nächsten zum Besten! Amen!


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